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Geschichte

Stich, Täbingen um 1900

Woher kommt der Dorfname?

Um ca. 500 n. Chr. siedelte auf dem Kapfberg ein Alemanne namens Tagwin (="Lichtfreund") mit seiner Familie. Die Lage war überaus günstig, da der Weiherbach das für Mensch und Vieh nötige Wasser lieferte und der Boden war fruchtbar. Nach diesem "Tagwin" wurde die Siedlung "Tagawinga" genannt. Etwa 3 Jahrhunderte später wurde aus diesem Namen "Tagawingen" und noch später Täbingen. Die Siedlung Täbingen zählt wie die gesamte Gruppe der sogenannten" ingen"-Orte um den kleinen Heuberg (Leidringen, Isingen, Geislingen, Erzingen, und Dormettingen) zu den ersten alemanischen Niederlassungen.

Das Täbinger Grab einer alemannischen Fürstin

Zeugnisse dieser frühen Besiedlung sind Grabfunde an verschiedenen Stellen. Der bekannteste um Täbingen ist das Grab einer alemannischen Fürstin von Täbingen von ca. 525 nach Christus, mit zahlreichen Beigaben, welche im Balinger Heimatmuseum "Zehntscheuer" sowie im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart zu sehen sind.

Urkundliche Ersterwähnung

Die erste Urkundliche Erwähnung verdankt Täbingen dem damaligen schlauen Eigentümer Graf Berthold, welcher seinen Besitz in unruhiger Zeit vorübergehend dem Kloster Sankt Gallen vermachte, um ihn mit kirchlichem Schutz vor dem Zugriff des Kaiser Karl des Großen zu schützen. Die in lateinisch verfasste Urkunde dieser Transaktion vom 27.März 793 ist bis heute im Kloster St. Gallen erhalten. Sie enthält neben Täbingen noch Namen von weiteren 25 Ortschaften der näheren Umgebung. So konnte Täbingen im Jahr 1993 sein 1200-jähriges Jubiläum feiern, welche mit mehreren Veranstaltungen ausgiebig gefeiert wurde.